Ich bin unglaublich dankbar für die Chance, beim General Council der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WCRC) in Thailand dabei gewesen zu sein. Es war eine intensive und bereichernde Zeit - mit vielen neuen Eindrücken, Begegnungen und Perspektiven auf Glauben, Kirche und Welt. Besonders bewegt hat mich, wie unterschiedlich Frömmigkeit und gelebter reformierter Glaube in verschiedenen Kulturen Ausdruck finden - und wie viel wir voneinander lernen können.
Ein persönliches "Highlight" war der Besuch einer Kirche an der thailändisch-myanmarischen Grenze, die sich um Geflüchtete kümmert. Sie
bietet Schlafplätze, Schulunterricht (inkl. möglicher High School Abschluss) und Zukunftsperspektiven für Kinder und Jugendliche. Dort habe ich junge Menschen kennengelernt, die mit großer Lernfreude und Entschlossenheit nach Gerechtigkeit streben. Ein Jugendlicher fragte mich: "Ich würde so gerne Jura studieren und mich gegen Ungerechtigkeit einsetzen! Wie steht denn Deutschland grade zu Geflüchteten und denkst du es ist möglich, dass ich in Deutschland studieren kann?" Es sind Menschen, Kinder, Jugendliche, die in Deutschland nicht mehr mit offenen empfangen werden. Es sind diese Jugendlichen, die Grausames erlebt und trotzdem ihre Hoffnung noch nicht ganz verloren haben. Ihre Hoffnung auf ein Leben ohne Angst, ein Leben ohne Bombeneinschläge zu hören, die auch wir bei unserem Besuch gehört haben.
Auch thematisch war die Versammlung herausfordernd und wichtig:
Insgesamt war es eine intensive, lehrreiche und bewegende Erfahrung - eine globale Gemeinschaft im Ringen um Gerechtigkeit, Frieden und Erneuerung der Kirche.