''Fürsorglich zu sein wird vor allem durch Frauen gelebt''

EKM: Landesbischof geht auf Sommertour


© Anne Hornemann

Im Vorfeld der Landtagswahl möchte Friedrich Kramer erfahren, welche Themen Frauen bewegen und ihr Engagement sichtbar machen - und besucht dafür Initiativen, Einrichtungen und Kirchengemeinden.

Unter dem Titel „Starke Stimmen – Frauen in Sachsen-Anhalt“ begibt sich Landesbischof Friedrich Kramer vom 27. bis 29. Juli 2026 auf eine Sommertour. Auf der dreitägigen Tour besucht er beispielsweise den Landesfrauenrat, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Weißenfels, ein Familienzentrum in Quedlinburg, die Gruppe „Frauen für Halberstadt“, die Frauengruppe der Kirchengemeinde Bitterfeld oder ein psychologisches Beraterteam für Frauenhäuser. In Schönebeck, Horburg sowie Bitterfeld ist der Landesbischof jeweils zu einem Abendgebet bei der örtlichen Gemeinde mit einer anschließenden Gesprächsrunde unter dem Motto #VerständigungsOrte zu Gast. 

Vor dem Hintergrund der anstehenden Landtagswahl ist es Landesbischof Kramer ein Anliegen zu hören, welche Themen Frauen bewegen. Im Fokus steht dabei, was Frauen tagtäglich im kirchlichen, diakonischen und gesellschaftlichen Kontext leisten – und wo dieses Engagement oft noch viel zu wenig gesehen wird. 

„Frauen leisten einen großen Beitrag zur gesellschaftlichen Verständigung und zum Zusammenhalt. Sie kümmern sich um Gemeinschaft, nehmen besonders die in den Blick, die am Rande stehen. Damit weisen sie auf Gerechtigkeitslücken hin und stellen auch Machtverhältnisse in Frage“, so Friedrich Kramer im Vorfeld seiner Besuche. „Gegenwehr und Widerstand erfahren Frauen besonders, wenn sie sich gleichstellungspolitisch engagieren. Deshalb ist es auch Aufgabe der Männer, frauenfeindlichen, antifeministischen Hass als solchen zu benennen und nicht als Form freier Meinungsäußerung zu bagatellisieren“, betont der Landesbischof.

„Fürsorglich zu sein, ist keine weibliche Eigenschaft, wird aber aktuell vor allem von Frauen gelebt. In diesen Zeiten braucht auch die Demokratie unsere Fürsorge. Sie wird resilienter, wenn wir zusammenstehen und uns füreinander einsetzen. Das Engagement von Frauen in Kirche, Politik, Kunst und Gesellschaft gehört unbedingt dazu“, unterstreicht Pfarrerin Eva Lange von den Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland (EFiM), die den Landesbischof auf seiner Sommertour begleitet.


Quelle: EKM