Gegen den Strom der Asylpolitik

Lippische Landeskirche fordert Schutz für Geflüchtete


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Die Landessynode ruft auf zu konkreten politischen Änderungen – und kündigt zugleich eigenes, aktives Engagement an.

Die Lippische Landessynode positioniert sich bewusst gegen die gleichzeitig in Kraft tretenden, restriktiveren EU-Asylregeln (GEAS) und betont eine menschenrechtlich orientierte Flüchtlingspolitik. Ausgangspunkt ist die christliche Überzeugung, dass alle Menschen Würde besitzen. Entsprechend bekräftigt sie „die unbedingte Orientierung an der Würde des Menschen und den Menschenrechten insgesamt“.

Es sei legitim, „in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen“. In der Erklärung kritisiert die Landeskirche die Bezeichnung „illegale Migration“, da sie Flucht kriminalisiere. Die Landessynode warnt davor, dass der Flüchtlingsschutz zunehmend eingeschränkt werde, und ruft dazu auf, das Recht auf Asyl in Deutschland und Europa zu bewahren.

Die Landessynode fordert, bei der Umsetzung von GEAS humanitäre Spielräume zu nutzen und keine Asylverfahren in Drittstaaten auszulagern. Zudem spricht sie sich für humanitäre Aufnahmeprogramme aus, besonders für Schutzbedürftige, sowie für den Schutz von Familien und die Berücksichtigung spezieller Bedarfe, etwa von Frauen.

Scharf kritisiert werden Pushbacks und Zurückweisungen an EU-Grenzen; stattdessen fordert die Synode den Schutz der Menschenrechte und eine organisierte Seenotrettung. Ebenso verlangt sie mehr staatliche Unterstützung für Kommunen und Beratungsangebote.

Sie würdigt das Engagement von Haupt- und Ehrenamtlichen und ermutigt weiterhin zu Kirchenasyl. Langfristig betont sie die Bekämpfung von Fluchtursachen durch gerechte wirtschaftliche Strukturen, Entwicklungszusammenarbeit und Klimagerechtigkeit. Abschließend stellt sie klar, dass ihre Unterstützung „nicht bei Worten stehen“ bleibt, sondern aktives Handeln einschließt.